Weinreisen an die Mosel: Weißwein auf Platz 1
Jul04

Weinreisen an die Mosel: Weißwein auf Platz 1

Das Moselgebiet in Deutschland erstreckt sich von der deutsch-luxemburgischen Grenze bei Trier bis Koblenz, wo die Mosel im Deutschen Eck in den Rhein mündet. Von 9.096 ha Weinbergsfläche bei Mosel, Saar und Ruwer sind ganze 91 Prozent mit weißen Rebsorten bepflanzt, die Sie bei Ihrer Weinreise unbedingt probieren sollten. Nicht umsonst ist das Mosel-Saar-Ruwer Gebiet mit über 60 Prozent Rieslinganteil die größte Rieslinganbaufläche der Welt. An zweiter Stelle steht der Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, dahinter kommen Elbling, Kerner, Weißer Burgunder, Bacchus, Grauburgunder, Chardonnay und andere kleinere Rebsorten. Empfehlungen für eine Weinprobe an der Mosel Die Rebenhof Rieslingmanufaktur Johannes Schmitz in Ürzig an der Mosel bietet immer mal wieder eine Weinprobe in geselliger Atmosphäre an. Hier wird der Riesling der Mosel mit viel Herzblut angebaut und das macht sich in der Qualität der weißen Trauben bemerkbar. Eine Auswahl der Produkte von der Rieslingmanufaktur finden Sie hier: 2012er Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese 2012er „Vom Roten Schiefer“ Riesling Kabinett 2013er „Vom Grauen Schiefer“ Riesling Kabinett Rebenhof Riesling-Sekt brut nature Cerevisiae (Alter Moselhefen aus dem Eichenfass) In dem dazugehörigen Hotel können sie während Ihrer Weinreise an die Mosel die Ruhe im schönen Städtchen Ürzig genießen. Auch im Weingut Julius Treis, welches vom „Weinguide Deutschland“ empfohlen wird, kann man einen erholsamen Urlaub verbringen. Der junge Winzer bietet unterschiedlichste Weinveranstaltungen an und weiht Sie bei einem Wein-Wander-Seminar in die Geheimnisse seines Weinanbaus ein. In der Weinlage „Reiler vom heißen Stein“ kann man sogar eine Weinpatenschaft für den Weinliebhaber verschenken. Von diesen Weinlagen kommt der Wein aus dem Hause Treis: Mullay-Hofberg: steiler Schieferberg mit dunklem Devonschiefer Reiler Falklay: Hier wird vor allem Rotwein angebaut. Reiler Goldlay: Hier entsteht der sprichwörtliche „Goldene Tropfen“. Reiler Sorentberg: Die Lese des Sorentberg besticht durch seinen vollmundigen Charakter. vom Heißen Stein: Hier entsteht der „Reiler Wein„. Erlebnis Mosel: Weinreise durch die Zeitgeschichte Damit Ihnen auf der Weinreise an die Mosel der Wein nicht zu Kopf steigt, sollten Sie einen Ausflug in die alten römischen Städte im schönen Moselland machen. Die Porta Nigra in Trier ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und zählt ebenso wie das Amphitheater, den Barbarathermen und der Konstantinbasilika zu den Pflichtprogrammen auf Ihrer Weinreise. Sollten Sie in der schönen Stadt Traben-Trarbach Halt machen, können Sie an einer Führung durch die Traben-Trarbacher Unterwelt teilnehmen und sich das unterirdische Labyrinth aus über 100 Weinkellern ansehen. Auch eine Wanderung durch die Steilhänge bietet sich hier hervorragend an, bei der Sie auch die eine oder andere Burg besichtigen können. Mit der Burg Eltz im schönen Elzbachtal erreichen Sie eine malerische Ritterburg, in der sich noch einige Schätze und Rüstungen befinden. Von hier aus bieten sich einige wunderbare Wanderwege an, die in...

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Deutscher Wein: der Qualität verpflichtet
Jan20

Deutscher Wein: der Qualität verpflichtet

Die Geschichte des deutschen Weins reicht bis auf die Zeit der Kelten zurück, welche in den heutigen deutschen Grenzen in der Zeit vom 6. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. ansässig waren. Vermutlich waren sie die ersten, die den, bereits seit der Steinzeit in diesem Gebiet vorhanden Wein, zu einem Getränk verarbeiteten. Allerdings liegt es im Dunklen der Geschichte, ob diese bereits Weinanbau im Sinne von Kultivierung und Veredelung betrieben. Bei den Reben handelte es sich meist um wild wachsende Arten, die überwiegend Wein von minderer Qualität hervorbrachten. Dies kann man auch daraus schließen, dass die späteren römischen Besatzer, nachdem sie die nun dort ansässigen Gallier unter ihre Herrschaft gebracht hatten, noch über lange Zeit Wein aus südlicheren Gebieten Europas importierten. Zum Schutz dieses Weinhandels erließ Kaiser Domitian im Jahr 92 n. Chr. einen Erlass, der den Weinhandel in diesen Gebieten einschränkte. Erst knapp 200 Jahre später (278 n. Chr.) wurde durch den römischen Kaiser Probus dieser Erlass wieder außer Kraft gesetzt und der Anbau und Handel mit Wein war wieder für Jedermann möglich. Aus diesem Grund gilt Probus, fälschlicherweise als Derjenige, der den Weinbau in den heute bekannten Weinbaugebieten einführte. Festzustellen ist jedoch, dass der Weinanbau in der Zeit nach dem 3. Jahrhundert deutlich zugenommen hat. Dies wurde auch durch Ausgrabungen, bei denen römische Kelteranlagen gefunden wurden, inzwischen bestätigt. Weinanbau in Deutschland – Trotz widriger Bedingungen ein Erfolg Eigentlich ist Deutschland, wegen seiner relativ nördlichen Lage, kein Weinbaugebiet im herkömmlichen Sinne. Trotzdem gelingt es den Winzern seit langer Zeit, qualitativ hochwertigen deutschen Rotwein und Weisswein herzustellen. Warum? Bereits in sehr früher Zeit bemerkten die Bewohner der heutigen deutschen Weinbaugebiete, dass der Schnee auf den steilen Hängen mit Süd- oder Westlage nach dem Winter viel schneller abtaute. Dies liegt zum einen daran, dass die Sonneneinstrahlung an diesen Hängen sehr intensiv ist und zum anderen daran, dass die kalte Luft ins Tal, beziehungsweise in Richtung der dort fließenden Flüsse, absinkt. Entsprechend dieser geographischen Gegebenheiten entwickelten sich im Laufe der Zeit die uns heute bekannten Weinbaugebiete, aus denen nach wie vor deutsche Spitzenweine hervorgehen. Wo findet man die besten Weinbaugebiete in Deutschland? Die erfolgreichsten Lagen für Qualitätswein aus Deutschland befinden sich im Südwesten der Bundesrepublik. Zusätzlich gibt es noch kleinere Gebiete in Mitteldeutschland. Insgesamt ist in Deutschland eine Fläche von etwa 100.000 Hektar mit Wein bestockt. Anbauregion Rebfläche (Hektar) (Die größten Weinbauflächen in Deutschland) Rheinhessen ca. 26.500 Pfalz ca. 23.500 Baden ca. 16.000 Württemberg ca. 12.000 Mosel ca. 9.000 Franken ca. 6.000 Nahe ca. 4.000 Rheingau ca. 3.000 Hier die Übersicht der bekanntesten Weinbaugebiete für Qualitätsweine und den jeweiligen Merkmalen der einzelnen Regionen. Rheinhessen Das Weinbaugebiet Rheinhessen hat eine sehr lange...

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Bacchus: fruchtig und aromatisch
Nov28

Bacchus: fruchtig und aromatisch

Bacchus war ein anderer Name für den griechischen Gott Dionysos. Dieser war laut der dortigen Mythologie der Patron für den Wein und die Trunkenheit. Was liegt da näher als eine Rebsorte nach diesem zu benennen? Der Bacchus, auch unter dem Namen Frühe Scheurebe bekannt, ist eine deutsche Weissweinsorte, die aus einer Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling hervorgegangen ist. In die entstandene Rebsorte wurde später noch Müller-Thurgau eingekreuzt. Das Ergebnis war die heute bekannte Traube Bacchus. Zu diesem Ergebnis sind zumindest die Wissenschaftler bei DNA-Tests gekommen, als diese die Angaben der Züchter Peter Morio und Bernhard Husfeld überprüften, welche als Erfinder der heute bekannten Rebsorte gelten. Verglichen mit anderen deutschen Weinen ist der Bacchus eine relativ junge Rebsorte. Erstmals erwähnt wurde er im Jahr 1933. Doch erst im Jahr 1972 wurde die Rebe durch einen Eintrag beim Bundessortenamt als Rebsorte anerkannt. In Deutschland werden vergleichsweise kleine Anbauflächen mit diesem Wein bestockt. Dieser Weisswein besitzt besitzt bei den Winzern deswegen eine hohe Popularität, weil er im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Riesling, früher reif ist. Dabei können, je nach Jahrgang, sehr hohe Reifegrade erreicht werden, was beim Riesling nicht immer gewährleistet ist. Angebaut wird die weiße Rebsorte überwiegend in den Regionen Rheinhessen und Franken. Weitere Anbaugebiete gibt es in Südwales und Südengland. Der Bacchus und sein Charakter Wenn der Wein voll ausreifen konnte, hat er einen fruchtigen, aromatischen und leicht blumigen Charakter. Von Hause aus hat der Bacchus sehr wenig Säure, was Weinkennern mit einer Säureempfindlichkeit sehr entgegen kommt. Um auch Käufern mit einer Vorliebe für Weine mit hohem Säuregehalt zufrieden zu stellen, wird der Bacchus häufig mit der deutschen Rebsorte Müller-Thurgau verschnitten. Zusammen mit anderen Weinen bilden diese dann die wenig wertgeschätzte Liebfrauenmilch. Der Bacchus bereichert den relativ neutralen Müller-Thurgau sehr elegant mit seiner Frucht und seinem Aroma. Der Wein weist eine hellgelbe Färbung auf und hat ein blumiges und fruchtiges Bouquet mit einem leichten Muskateinschlag. Wenn man einen Bacchus wirklich genießen möchte, sollte man immer einen Blick auf den jeweiligen Jahrgang haben. Der Wein kann seine Qualitäten nur ausspielen, wenn die Traube zur vollen Reife gelangen konnte. Besonders glänzen kann der Bacchus als Spätlese. Er verfügt dann über eine sehr angenehme Restsüße. Das Bouquet ist sehr blumig und erinnert sehr an einen Strauss frischer Frühlingsblumen. Der Weisswein eignet sich, leicht gekühlt, ideal als Getränk für warme Sommerabende. Auch als Spaßmacher auf der sommerlichen Terrasse macht der Wein eine gute Figur. Er passt sehr gut zur asiatischen Küche, aber auch zum Dessert, zu Geflügel, Salaten und zu Mehlspeisen ist der Wein ein Genuss. Am Besten schmeckt er, wenn er jung getrunken...

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