Aus den besten Bodegas Ibericas: Herederos del Marques de Riscal, 2012 von REWE
Nov24

Aus den besten Bodegas Ibericas: Herederos del Marques de Riscal, 2012 von REWE

Wieviel Rotwein lagert in den Bodegas Ibericas? Exakt 50 % der spanischen Weinerzeugung entfallen auf Weißwein. Das kommt manchen „spanisch vor“ und ist in der Tat ein wenig erstaunlich, weil viele Spanien als klassisches Rotweinland einschätzen. Tatsächlich ist es so, dass erheblich mehr Rotwein als Weißwein nach Deutschland importiert und teils in den Discountern REWE, Lidl, Netto, ALDI & Co. wird. Es mag auch sein, dass ein wenig die Erfolgsgeschichte aus Rioja mitschwingt, denn in den Bodegas dieser gesegneten Region werden zu 85 % Rotweine erzeugt und vielleicht in noch höherem Verhältnis nach Deutschland eingeführt. In den Bodegas Ibericas lagern auch vorzügliche Weißweine Anders mögen die vielen Spanien-Urlauber denken, die alle schon einmal ein Fischgericht oder Meeresfrüchte genossen haben, und im dem Zusammenhang so manchen frischen und aromatischen „Spanier“ kennengelernt haben. Bodega Herederos del Marquez de Riscal Etwas mag auch die Geschichte um die Bodega „Herederos del Marquez de Riscal“ beigetragen haben, denn das Renommier-Weingut, bekannt für seinen hochgerühmten Weisswein, befindet sich tatsächlich in der Rioja. Weissweine findet man allerdings dort ziemlich selten, zur wahren Quelle für die berühmten Weisweine führt eine rund 250-km-Reise in das Weingebiet Rueda. Nicht in Elciego (baskisch: Eltziego), wo das durch den Architekten Frank Gehry erstellte Weinhaus aus Titanium die Besucherscharen anzieht, sondern in dem 1300-Seelen-Örtchen Rueda, nach der gleichnamigen Weinprovinz (DO-Region), finden sich die Weisswein-Bodegas, die inzwischen alle Welt schätzt. Mindestens zwei Fincas des Marquez de Riscal (bzw. der Erben des Markgrafen) konnten recherchiert werden, häufiger genannt ist die Finca Montico. Für sie wird bei einer Größe von 225 ha angegeben, dass der Ertrag auf 5000 kg je Hektar, bei Handlese, begrenzt ist. Das bedeutet, dass ohne Entrappung und bei leichter Pressung deutlich weniger als 50 hl Most pro Hektar geerntet werden. Wegen Ausnutzung einer möglichst kühlen Lesetemperatur werden die Trauben nachts gelesen. Die Produktionsmethode ist also von vornherein nicht billig, zumal der Ausbau in Eichenfässern gepflegt wird. Dazu kommt das Renommee des Weingutes, das sich als Hoflieferant des spanischen Königshauses geriert. Verdejo von der Finca Montico Die führende Rebsorte der Finca Montico wird der Verdejo sein, Namensbedeutung: „Grünlicher“. Sie ist längst beheimatet in der Rueda; allerdings gab es in den 70-er Jahren die Empfehlung des französischen Weinprofessors Emile Peynaud, speziell das Potential dieser Sorte im Qualitätsinteresse weiter zu entwickeln. Die Handschrift des französischen Önologen mag man auch daran erkennen, dass die weitere im Besitz des Marquez de Riscal befindliche Finca sich wesentlich mit der Produktion von Sauvignon Blanc befasst, also einer französischen Qualitätsrebe – wie Weinpapst Hugh Johnson betont, mit ebenfalls ausgezeichneten Ergebnissen. Bei der Lektüre des „Taschenbuch der Rebsorten“ wird deutlich, worauf es den spanischen Weinmachern angekommen ist: „Der Verdejo bringt...

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Spanischer Wein: seit Jahrtausenden in aller Munde
Jan12

Spanischer Wein: seit Jahrtausenden in aller Munde

Spanien ist nicht nur der größte Weinproduzent auf der Welt, auch der Weinbau hat in Spanien eine sehr lange Tradition. Archäologen haben Trauben von wilden Weinen gefunden, die vermutlich mehrere zehntausend Jahre alt sind. Weinbau im Sinne von Anbau und Kultivierung, wie wir ihn heute kennen, gibt es dort seit beachtlichen 6.000 Jahren. Seinen bis heute andauernden Aufstieg begann der spanische Wein mit der Ankunft der Phönizier etwa um 1.100 v. Chr. im südlichen Spanien. Von diesen wurde das heutige Cadiz gegründet, welches sich zu einem Zentrum für den damaligen Weinbau entwickelte. Den Phöniziern folgten die Karthager, welche die Entwicklung des Weinbaus in Spanien weiter vorantrieben. Wobei der Begriff Karthager nicht ganz zutreffend ist, denn mit diesen waren zur damaligen Zeit ausschließlich die Einwohner der Stadt Karthago gemeint. Die den Phöniziern folgende Volksgruppe waren tatsächlich deren Nachfahren unter einem anderem politischem System. Etwa um 250 v. Chr. verschoben sich die Machtverhältnisse im Mittelmeerraum zu Gunsten des Römischen Reichs. Die Römer waren es auch, die spanischen Wein erstmals in größeren Mengen exportierten. Dies begann mit Lieferungen in das Kernland der Römer, wie durch Amphorenfunde belegt werden konnte und setzte sich fort, indem den römischen Legionären Wein als Proviant mitgegeben wurde. Auf diese Weise gelangte spanischer Wein in weite Teile Frankreichs und bis nach England. So weit der kleine Ausflug zum Ursprung der spanischen Weintradition. Spanischer Wein – Die wichtigsten Anbauregionen La Mancha Etwas südlich der Hauptstadt Madrid befindet sich die Region La Mancha, in der auch der durch den spanischen Dichterfürsten Servantes bekannte Don Quijote seine Auseinandersetzung mit den Windmühlen hatte. La Mancha ist nicht nur das größte, zusammenhängende Weinbaugebiet Spaniens sondern auch das Größte auf der Welt. Aus der Weinbauregion La Mancha kommt etwa die Hälfte des gesamten spanischen Weins, wobei spanischer Wein insgesamt etwa 50 Prozent der weltweiten Weinproduktion ausmacht. Doch nicht nur in Sachen Quantität kann spanischer Wein aus La Mancha punkten, auch die Qualität der Weine erfüllt internationale Standards, wie man sehr gut an den fast unzählbaren Prämierungen erkennen kann. Dies rührt daher, dass fast nirgendwo auf der Welt mehr Qualitätsreben angebaut werden. Auch das Umdenken der Winzer nach einer Krise in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts trug wesentlich zu der heute bekannten Qualität bei. Von allen großen Winzereien werden heute auf modernste Keltertechniken und eine durchdachte temperaturorientierte Gärung gesetzt. Zu den bekanntesten Rebsorten aus der Region La Mancha zählen Airén, Macabeo, Cencibel (Tempranillo), Garnacha und Moravia. Kein spanischer Wein aus dieser Region verlässt die Kellereien, ohne diverse, durch das strenge spanische Weingesetz vorgeschriebenen Kontrollen, durchlaufen zu haben. Extremadura – D.O. Ribera del Guadiana Über die Herkunft das Namens Extremadura gibt zwei unterschiedliche...

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Airén: Frisch, trocken und rustikal
Nov25

Airén: Frisch, trocken und rustikal

Ursprünglich beheimatet ist der Airén in der spanischen Region La Mancha und Valdepeñas. Inzwischen hat er aber eine sehr große Verbreitung gefunden. Rein von der Anbaufläche her gesehen, ist der Airén die meist angebaute Rebsorte der Welt, die fast ausschließlich zur Weinerzeugung genutzt wird. Eine größere Fläche beansprucht nur noch die Sorte Sultana, welche aber überwiegend als Tafeltraube genutzt wird. Allerdings ist die Gesamtanbaufläche seit vielen Jahren rückläufig. Weitere Bezeichnungen für diese Traube sind: Lairén, Aidé in Andalusien sowie Valdepeñas oder auch Manchega in der Region La Mancha. Weiße Rebsorte Airén: Unempfindlich im Weinanbau Spanischer Weisswein der Sorte Airén zeichnet sich beim Anbau durch seine Anspruchslosigkeit und große Unempfindlichkeit gegenüber Dürre und Hitze aus. Sie ist aus diesem Grund geradezu ideal geeignet für ihre Anbauregion. Beim Anbau fällt sofort der große Abstand der Reben ins Auge. Beim Airén beträgt die Stockdichte nur 1.200 bis 1.600 Reben pro Hektar. Sehr wenig im Vergleich zu den üblichen 5.000 bis 10.000 Reben/Hektar. Die großen Pflanzabstände werden zum Teil aber dadurch ausgeglichen, da diese Rebsorte zwittrig ist und somit keine ertragslosen, männlichen Reben gepflanzt werden müssen. Spanischer Wein der Rebsorte Airén besitzt nur relativ wenige charakteristische Merkmale. Er zeichnet sich durch seinen hohen Alkoholgehalt und seine hellgelbe Farbe aus, sonst ist er ziemlich neutral. Spanischer Wein aus der Region La Mancha wird sehr häufig auch mit der französischen Rebsorte Ugni Blanc verglichen, mit der er gleich in mehreren Eigenschaften übereinstimmt. Der Wein wird sowohl für die Herstellung von Weissweinen, als auch zur Produktion von Rotweinen eingesetzt. Besonders in zentralspanischen Gebieten wird er überdurchschnittlich häufig mit dunklen Trauben, wie zum Beispiel dem Tempranillo verschnitten. Das Ergebnis ist ein hellroter, rustikaler Wein von minderer Qualität, der überwiegend als Grundwein für die spanische Weinbrandproduktion eingesetzt wird. Erst durch moderne Keltermethoden wurde der Airén zu Trinkweinen verarbeitet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Temperatur mit welcher der Gärprozess gezielt beeinflusst werden kann. Das Ergebnis ist ein trockener, frischer, leicht bekömmlicher und schnell zu genießender Weisswein. Um Einfluss auf den Tanningehalt des Weins zu nehmen, gab es in jüngster Zeit auch Versuche, den Wein in Barriquefässern auszubauen. Trotz der deutlichen Verbesserungen in der Qualität zählt der Airén nicht zu den Spitzenweinen. Ein Airén passt sehr gut in warme Sommerabende, wobei man den Wein aus Spanien am Besten bei einer Temperatur zwischen 12 und 14° Celsius genießt. Der Weisswein passt am Besten zu Fischgerichten, Edelpilzkäse, Fisch oder aber auch zu einem deftigem...

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Spanischer Wein in Mainz – Weisswein im Barrio Alto
Nov21

Spanischer Wein in Mainz – Weisswein im Barrio Alto

Im Herzen der Mainzer Innenstadt liegt in der Gaustraße das spanische Restaurant „Barrio Alto“, das nicht nur wegen seiner hervorragenden Küche bekannt geworden ist. Neben einer beachtlichen Auswahl köstlicher Tapas bietet das Barrio Alto weitere typisch spanische Gerichte, wie im Ofen zubereitetes Kaninchen, Paella oder Fischgerichte. Aber auch Weinkenner haben das Barrio Alto wegen seiner Auswahl erlesener, edler Tropfen für sich entdeckt, denn in der Bodega wird spanischer Wein in Mainz ausgeschenkt, der dem Restaurant im Jahr 2007 den ersten Platz im Wettbewerb „Gault Millau“, um die beste Weinkarte bescherte. Im spanisch anmutenden Ambiente können sich die Gäste erlesenen Weisswein oder Rotwein und dazu ein paar Tapas schmecken lassen und vielleicht auch in ihren Erinnerungen an den letzten Urlaub schwelgen. Spanischer Wein in Mainz: Beeindruckende Weinkarte mit rund 450 Weinen im Barrio Alto Spanien verfügt weltweit über die größten Anbauflächen mit mehr als 250 Rebsorten, die die bekanntesten Weinsorten in unterschiedlichsten Qualitätsstufen hervorbringen. Das Restaurant Barrio Alto hat sich auf eine erlesene Auswahl spanischer Weisswein- und Rotweinsorten der Regionen spezialisiert, die hervorragend zu den köstlichen, spanischen Gerichten passen. Als Aperitif oder zu Fischgerichten wird gern frischer und fruchtig-süßer Weisswein aus Spanien gereicht. Im Barrio Alto stammen diese Weissweine aus bekannten Weinbauregionen in Katalonien und Galicien, wie beispielsweise der katalonische Xarel-Lo aus Penedès. Der Weisswein Xarel-Lo zeichnet sich durch den vollen Charakter der früh reifenden Trauben und eine gute Säurestruktur aus. Wie auch die weiße Rebsorte Macabeo wird Xarel-Lo in Penedès häufig zu einem Edel-Schaumwein verarbeitet.  Penedès liegt auf einer Höhe zwischen 250 Metern in der Küstenregion und 850 Metern in den Bergen, was zu einer sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit führt. Aus der Region stammt auch die beliebte weiße Rebsorte Muscat, aus der die edelsten Weissweine der Muskatellerfamilie gewonnen werden. Wer einen fruchtigen Weisswein aus Spanien bevorzugt, ist mit dem Godello aus der galicischen Weinbauregion Valdeorras oder dem Albariño aus Rias Baixas gut bedient. Während der junge Albariño Weisswein eine feine Säure besitzt und der Geschmack an den Pinot Blanc oder Sauvignon Blanc erinnert, verfügt der Godello über ein zartes Bouquet, das an grüne Äpfel und Aprikosen erinnert. Neben den genannten Weissweinen aus Spanien werden im Barrio Alto noch zahlreiche andere Weinsorten angeboten, wie zum Beispiel der süße Moscatel aus der sehr warmen  Weinbauregion Alicante. Der Moscatel wird gern als Aperitif oder als Dessertwein gereicht und sein Geschmack erinnert aufgrund der sehr reifen Trauben an einen Sherry. Spanischer Wein in Mainz kann im Restaurant Barrio Alto in den verschiedensten Variationen genossen werden. Auch als Cava, dem edlen Schaumwein aus Katalonien, kommt dem Weisswein aus Spanien mittlerweile eine große Bedeutung zu. Aufgrund seiner ausgezeichneten Qualität fordert der Cava den französischen Champagner geradezu...

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Albariño: der „kleine Weiße vom Rhein“ aus Galizien
Nov18

Albariño: der „kleine Weiße vom Rhein“ aus Galizien

Der Albariño, auch Alvarhino genannt, ist eine weiße Rebsorte aus Spanien und Portugal. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Name in etwa so viel wie “Die kleine Weiße vom Rhein”. In Spanien wird er überwiegend in der Region Galicien angebaut, wo er die meist angebaute Weinsorte darstellt. Die besten Weine aus dieser Traube kommen aus der Gegend von Monção. Hier wird der Wein auch reinsortig kultiviert. Als sehr häufige Anbauweise kommen Pergolen aus Granit als Rankhilfe zum Einsatz. Die genaue Herkunft dieses Weins ist nicht genau geklärt. Einer der vielen Legenden nach, wurde er von pilgernden Mönchen über den Jakobsweg aus Deutschland oder Frankreich nach Galicien verbracht. Neue Forschungsergebnisse legen jedoch den Verdacht nahe, dass der Albariño mit den Sorten Pinot Blanc und Sauvignon Blanc verwandt ist. Auch eine Verwandtschaft zum Riesling wird ihm nachgesagt. Es gibt auch Theorien, die besagen, dass der Albariño dem portugiesischen Malvasia Fina nahe steht. Da der Albariño selbst befruchtend ist, kann beim Anbau auf die nicht fruchtragenden, männlichen Pflanzen verzichtet werden. Albariño im Weinanbau Die Gegend des Rias Baixas ist bekannt für ihre vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen. Die durchschnittliche Jahresmittel-Temperatur liegt bei 15° Celsius. Dies sind geradezu ideale Bedingungen für Herstellung von spritzigen und frischen Weißweinen. Der bekannteste und auch beste Wein aus der Region dürfte der Rias Baixas Albariño sein. Dieser Wein begeistert mit einer strahlenden Frische, hoher Komplexität und überragender Dichte. Allerdings ist dieser Wein eher im mittleren Preissegment angesiedelt. Nach Meinung der meisten Weinkenner jedoch durchaus zu Recht. Spanischer Wein der Sorte Albariño wird in doppelwandigen Edelstahltanks bei kühler Gärung ausgebaut. Weitere Merkmale der Produktion sind die Ganztraubenpressung und die kurze Mazeration. Der reine und und unverschnittene Albariño ist ein spanischer Weisswein, der einen intensiven, gelben Farbton mit leicht grünlichen Farbeinschlägen aufweist. Ein weiteres Merkmal sind die deutlich erkennbaren Schlieren im Glas. Der Wein verfügt über ein komplexes Bouquet, in dem man deutlich Zitrusfrüchte, Äpfel, Ananas und Passionsfrüchte wahrnehmen kann. Spanischer Wein der Sorte Albariño überzeugt am Gaumen mit einer hohen Rein- und Klarheit der Aromen, hoher Komplexität und Eleganz. Wegen der Ausgeglichenheit der Säure weist der Wein ein großes Volumen auf und verfügt über einen langen Abgang. Der Albariño wird jung getrunken. Doch auch eine Lagerung von drei bis sechs Jahren bekommt dem Wein sehr gut. Ein Albariño schmeckt sehr gut zu Meeresfrüchten, Fisch, milden Vorspeisen, Antipasti und kalten Fleischgerichten. Spanischer Wein der Sorte Albariño wird gut gekühlt getrunken. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen sechs und zehn Grad. Insgesamt ein Wein von hoher Qualität, der nicht nur für Kenner ein unverwechselbarer Genuss...

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Verdejo: alter Weisswein aus Rueda, Lèon und Kastilien
Nov04

Verdejo: alter Weisswein aus Rueda, Lèon und Kastilien

Der Verdejo zählt zu den ältesten Weissweinsorten aus Spanien. Obwohl es keine genauen schriftlichen Quellen gibt, wird vermutet, dass der Wein bereits im 11. Jahrhundert in dem Gebiet Rueda, Lèon und Kastilien angebaut wurde. In dieser Zeit wurde die Gegend in der Duero-Senke wieder von Menschen bevölkert. Zu den Siedlern zählten unter anderem die Mozaraber, welche die Rebsorte mit hoher Wahrscheinlichkeit mit in dieses Gebiet brachten. Spanischer Wein aus Rueda zählt zu den so genannten autochthonen Sorten, das heißt, dass diese auch ohne Einflussnahme des Menschen gedeihen können. In der Neuzeit erlebte der Verdejo eine Renaissance. Diese begann in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Zu dieser Zeit suchte der bekannte Weinbauer Marqués de Riscal nach Anbauflächen für einen Weißwein von hoher Qualität. Er erkannte auch das enorme Potential, das der Verdejo zu bieten hat. Während der Wein früherer Zeit meist durch Oxidation und langer Lagerzeit zu einem fast sherryartigem Getränk verarbeitet wurde, wendete man in der Neuzeit ein anderes Verfahren an. Die Verarbeitung der Traube erfordert sehr große Kenntnisse und einen vergleichsweise hohen logistischen Aufwand. Wegen der hohen Sauerstoff-Empfindlichkeit der Traube muss spanischer Wein der Sorte Verdejo nachts gelesen werden. Ebenso wichtig ist ein schneller Transport der Trauben in die Kellerei. Dort wird der Wein unter einer Schutzatmosphäre gepresst, um keine Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Ein Verdejo sollte in der Regel bereits im jungen Alter getrunken werden. Doch spanischer Wein der Sorte Verdejo hat ein sehr gutes Potential zum Reifen in der Flasche. Nach Ablauf einiger Jahre, entwickelt der Weisswein einen cremig-nussigen Charakter. Weisswein Verdejo: Ausgeprägtes Fruchtaroma mit großem Volumen In sehr vielen Fällen wird der Verdejo mit den Weinen Macabeo, Sauvignon Blanc und Palomino verschnitten. Das Ergebnis ist ein frischer und trockener Weisswein. Verdejo-Wein verfügt über eine sehr gute Säurestruktur, einen feinen Hauch von Früchten und eine leichte Kräuternote. Wein aus Spanien der Verdejo-Traube überzeugt im Extrakt mit ausdrucksstarken Fruchtnoten, großes Volumen und dezenten Bitternoten. Im fruchtigen Bouquet des Verdejo findet man Zitrusfrüchte, die grüne Kiwi sowie die Stachelbeere wieder. Diese Kombination macht den Verdejo einzigartig in seiner Klasse. Insgesamt kann man sagen, dass der Verdejo ein sehr harmonischer Wein ist, der Lust auf ein Gläschen mehr macht. Durch seine erfrischenden, aromatischen und fruchtigen Eigenschaften, ist er ein ideales Getränk für warme Sommertage. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 10° und 12° Celsius. Der Verdejo ist eigentlich nicht dafür gedacht, bei einem Essen konsumiert zu werden. Dafür eigenen sich andere Weine besser. Dennoch passt dieser spanische Wein sehr gut zu Meeresfrüchten und...

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