Bacchus: fruchtig und aromatisch
Nov28

Bacchus: fruchtig und aromatisch

Bacchus war ein anderer Name für den griechischen Gott Dionysos. Dieser war laut der dortigen Mythologie der Patron für den Wein und die Trunkenheit. Was liegt da näher als eine Rebsorte nach diesem zu benennen? Der Bacchus, auch unter dem Namen Frühe Scheurebe bekannt, ist eine deutsche Weissweinsorte, die aus einer Kreuzung zwischen Silvaner und Riesling hervorgegangen ist. In die entstandene Rebsorte wurde später noch Müller-Thurgau eingekreuzt. Das Ergebnis war die heute bekannte Traube Bacchus. Zu diesem Ergebnis sind zumindest die Wissenschaftler bei DNA-Tests gekommen, als diese die Angaben der Züchter Peter Morio und Bernhard Husfeld überprüften, welche als Erfinder der heute bekannten Rebsorte gelten. Verglichen mit anderen deutschen Weinen ist der Bacchus eine relativ junge Rebsorte. Erstmals erwähnt wurde er im Jahr 1933. Doch erst im Jahr 1972 wurde die Rebe durch einen Eintrag beim Bundessortenamt als Rebsorte anerkannt. In Deutschland werden vergleichsweise kleine Anbauflächen mit diesem Wein bestockt. Dieser Weisswein besitzt besitzt bei den Winzern deswegen eine hohe Popularität, weil er im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Riesling, früher reif ist. Dabei können, je nach Jahrgang, sehr hohe Reifegrade erreicht werden, was beim Riesling nicht immer gewährleistet ist. Angebaut wird die weiße Rebsorte überwiegend in den Regionen Rheinhessen und Franken. Weitere Anbaugebiete gibt es in Südwales und Südengland. Der Bacchus und sein Charakter Wenn der Wein voll ausreifen konnte, hat er einen fruchtigen, aromatischen und leicht blumigen Charakter. Von Hause aus hat der Bacchus sehr wenig Säure, was Weinkennern mit einer Säureempfindlichkeit sehr entgegen kommt. Um auch Käufern mit einer Vorliebe für Weine mit hohem Säuregehalt zufrieden zu stellen, wird der Bacchus häufig mit der deutschen Rebsorte Müller-Thurgau verschnitten. Zusammen mit anderen Weinen bilden diese dann die wenig wertgeschätzte Liebfrauenmilch. Der Bacchus bereichert den relativ neutralen Müller-Thurgau sehr elegant mit seiner Frucht und seinem Aroma. Der Wein weist eine hellgelbe Färbung auf und hat ein blumiges und fruchtiges Bouquet mit einem leichten Muskateinschlag. Wenn man einen Bacchus wirklich genießen möchte, sollte man immer einen Blick auf den jeweiligen Jahrgang haben. Der Wein kann seine Qualitäten nur ausspielen, wenn die Traube zur vollen Reife gelangen konnte. Besonders glänzen kann der Bacchus als Spätlese. Er verfügt dann über eine sehr angenehme Restsüße. Das Bouquet ist sehr blumig und erinnert sehr an einen Strauss frischer Frühlingsblumen. Der Weisswein eignet sich, leicht gekühlt, ideal als Getränk für warme Sommerabende. Auch als Spaßmacher auf der sommerlichen Terrasse macht der Wein eine gute Figur. Er passt sehr gut zur asiatischen Küche, aber auch zum Dessert, zu Geflügel, Salaten und zu Mehlspeisen ist der Wein ein Genuss. Am Besten schmeckt er, wenn er jung getrunken...

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Airén: Frisch, trocken und rustikal
Nov25

Airén: Frisch, trocken und rustikal

Ursprünglich beheimatet ist der Airén in der spanischen Region La Mancha und Valdepeñas. Inzwischen hat er aber eine sehr große Verbreitung gefunden. Rein von der Anbaufläche her gesehen, ist der Airén die meist angebaute Rebsorte der Welt, die fast ausschließlich zur Weinerzeugung genutzt wird. Eine größere Fläche beansprucht nur noch die Sorte Sultana, welche aber überwiegend als Tafeltraube genutzt wird. Allerdings ist die Gesamtanbaufläche seit vielen Jahren rückläufig. Weitere Bezeichnungen für diese Traube sind: Lairén, Aidé in Andalusien sowie Valdepeñas oder auch Manchega in der Region La Mancha. Weiße Rebsorte Airén: Unempfindlich im Weinanbau Spanischer Weisswein der Sorte Airén zeichnet sich beim Anbau durch seine Anspruchslosigkeit und große Unempfindlichkeit gegenüber Dürre und Hitze aus. Sie ist aus diesem Grund geradezu ideal geeignet für ihre Anbauregion. Beim Anbau fällt sofort der große Abstand der Reben ins Auge. Beim Airén beträgt die Stockdichte nur 1.200 bis 1.600 Reben pro Hektar. Sehr wenig im Vergleich zu den üblichen 5.000 bis 10.000 Reben/Hektar. Die großen Pflanzabstände werden zum Teil aber dadurch ausgeglichen, da diese Rebsorte zwittrig ist und somit keine ertragslosen, männlichen Reben gepflanzt werden müssen. Spanischer Wein der Rebsorte Airén besitzt nur relativ wenige charakteristische Merkmale. Er zeichnet sich durch seinen hohen Alkoholgehalt und seine hellgelbe Farbe aus, sonst ist er ziemlich neutral. Spanischer Wein aus der Region La Mancha wird sehr häufig auch mit der französischen Rebsorte Ugni Blanc verglichen, mit der er gleich in mehreren Eigenschaften übereinstimmt. Der Wein wird sowohl für die Herstellung von Weissweinen, als auch zur Produktion von Rotweinen eingesetzt. Besonders in zentralspanischen Gebieten wird er überdurchschnittlich häufig mit dunklen Trauben, wie zum Beispiel dem Tempranillo verschnitten. Das Ergebnis ist ein hellroter, rustikaler Wein von minderer Qualität, der überwiegend als Grundwein für die spanische Weinbrandproduktion eingesetzt wird. Erst durch moderne Keltermethoden wurde der Airén zu Trinkweinen verarbeitet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Temperatur mit welcher der Gärprozess gezielt beeinflusst werden kann. Das Ergebnis ist ein trockener, frischer, leicht bekömmlicher und schnell zu genießender Weisswein. Um Einfluss auf den Tanningehalt des Weins zu nehmen, gab es in jüngster Zeit auch Versuche, den Wein in Barriquefässern auszubauen. Trotz der deutlichen Verbesserungen in der Qualität zählt der Airén nicht zu den Spitzenweinen. Ein Airén passt sehr gut in warme Sommerabende, wobei man den Wein aus Spanien am Besten bei einer Temperatur zwischen 12 und 14° Celsius genießt. Der Weisswein passt am Besten zu Fischgerichten, Edelpilzkäse, Fisch oder aber auch zu einem deftigem...

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Spanischer Wein in Mainz – Weisswein im Barrio Alto
Nov21

Spanischer Wein in Mainz – Weisswein im Barrio Alto

Im Herzen der Mainzer Innenstadt liegt in der Gaustraße das spanische Restaurant „Barrio Alto“, das nicht nur wegen seiner hervorragenden Küche bekannt geworden ist. Neben einer beachtlichen Auswahl köstlicher Tapas bietet das Barrio Alto weitere typisch spanische Gerichte, wie im Ofen zubereitetes Kaninchen, Paella oder Fischgerichte. Aber auch Weinkenner haben das Barrio Alto wegen seiner Auswahl erlesener, edler Tropfen für sich entdeckt, denn in der Bodega wird spanischer Wein in Mainz ausgeschenkt, der dem Restaurant im Jahr 2007 den ersten Platz im Wettbewerb „Gault Millau“, um die beste Weinkarte bescherte. Im spanisch anmutenden Ambiente können sich die Gäste erlesenen Weisswein oder Rotwein und dazu ein paar Tapas schmecken lassen und vielleicht auch in ihren Erinnerungen an den letzten Urlaub schwelgen. Spanischer Wein in Mainz: Beeindruckende Weinkarte mit rund 450 Weinen im Barrio Alto Spanien verfügt weltweit über die größten Anbauflächen mit mehr als 250 Rebsorten, die die bekanntesten Weinsorten in unterschiedlichsten Qualitätsstufen hervorbringen. Das Restaurant Barrio Alto hat sich auf eine erlesene Auswahl spanischer Weisswein- und Rotweinsorten der Regionen spezialisiert, die hervorragend zu den köstlichen, spanischen Gerichten passen. Als Aperitif oder zu Fischgerichten wird gern frischer und fruchtig-süßer Weisswein aus Spanien gereicht. Im Barrio Alto stammen diese Weissweine aus bekannten Weinbauregionen in Katalonien und Galicien, wie beispielsweise der katalonische Xarel-Lo aus Penedès. Der Weisswein Xarel-Lo zeichnet sich durch den vollen Charakter der früh reifenden Trauben und eine gute Säurestruktur aus. Wie auch die weiße Rebsorte Macabeo wird Xarel-Lo in Penedès häufig zu einem Edel-Schaumwein verarbeitet.  Penedès liegt auf einer Höhe zwischen 250 Metern in der Küstenregion und 850 Metern in den Bergen, was zu einer sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit führt. Aus der Region stammt auch die beliebte weiße Rebsorte Muscat, aus der die edelsten Weissweine der Muskatellerfamilie gewonnen werden. Wer einen fruchtigen Weisswein aus Spanien bevorzugt, ist mit dem Godello aus der galicischen Weinbauregion Valdeorras oder dem Albariño aus Rias Baixas gut bedient. Während der junge Albariño Weisswein eine feine Säure besitzt und der Geschmack an den Pinot Blanc oder Sauvignon Blanc erinnert, verfügt der Godello über ein zartes Bouquet, das an grüne Äpfel und Aprikosen erinnert. Neben den genannten Weissweinen aus Spanien werden im Barrio Alto noch zahlreiche andere Weinsorten angeboten, wie zum Beispiel der süße Moscatel aus der sehr warmen  Weinbauregion Alicante. Der Moscatel wird gern als Aperitif oder als Dessertwein gereicht und sein Geschmack erinnert aufgrund der sehr reifen Trauben an einen Sherry. Spanischer Wein in Mainz kann im Restaurant Barrio Alto in den verschiedensten Variationen genossen werden. Auch als Cava, dem edlen Schaumwein aus Katalonien, kommt dem Weisswein aus Spanien mittlerweile eine große Bedeutung zu. Aufgrund seiner ausgezeichneten Qualität fordert der Cava den französischen Champagner geradezu...

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Albariño: der „kleine Weiße vom Rhein“ aus Galizien
Nov18

Albariño: der „kleine Weiße vom Rhein“ aus Galizien

Der Albariño, auch Alvarhino genannt, ist eine weiße Rebsorte aus Spanien und Portugal. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Name in etwa so viel wie “Die kleine Weiße vom Rhein”. In Spanien wird er überwiegend in der Region Galicien angebaut, wo er die meist angebaute Weinsorte darstellt. Die besten Weine aus dieser Traube kommen aus der Gegend von Monção. Hier wird der Wein auch reinsortig kultiviert. Als sehr häufige Anbauweise kommen Pergolen aus Granit als Rankhilfe zum Einsatz. Die genaue Herkunft dieses Weins ist nicht genau geklärt. Einer der vielen Legenden nach, wurde er von pilgernden Mönchen über den Jakobsweg aus Deutschland oder Frankreich nach Galicien verbracht. Neue Forschungsergebnisse legen jedoch den Verdacht nahe, dass der Albariño mit den Sorten Pinot Blanc und Sauvignon Blanc verwandt ist. Auch eine Verwandtschaft zum Riesling wird ihm nachgesagt. Es gibt auch Theorien, die besagen, dass der Albariño dem portugiesischen Malvasia Fina nahe steht. Da der Albariño selbst befruchtend ist, kann beim Anbau auf die nicht fruchtragenden, männlichen Pflanzen verzichtet werden. Albariño im Weinanbau Die Gegend des Rias Baixas ist bekannt für ihre vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen. Die durchschnittliche Jahresmittel-Temperatur liegt bei 15° Celsius. Dies sind geradezu ideale Bedingungen für Herstellung von spritzigen und frischen Weißweinen. Der bekannteste und auch beste Wein aus der Region dürfte der Rias Baixas Albariño sein. Dieser Wein begeistert mit einer strahlenden Frische, hoher Komplexität und überragender Dichte. Allerdings ist dieser Wein eher im mittleren Preissegment angesiedelt. Nach Meinung der meisten Weinkenner jedoch durchaus zu Recht. Spanischer Wein der Sorte Albariño wird in doppelwandigen Edelstahltanks bei kühler Gärung ausgebaut. Weitere Merkmale der Produktion sind die Ganztraubenpressung und die kurze Mazeration. Der reine und und unverschnittene Albariño ist ein spanischer Weisswein, der einen intensiven, gelben Farbton mit leicht grünlichen Farbeinschlägen aufweist. Ein weiteres Merkmal sind die deutlich erkennbaren Schlieren im Glas. Der Wein verfügt über ein komplexes Bouquet, in dem man deutlich Zitrusfrüchte, Äpfel, Ananas und Passionsfrüchte wahrnehmen kann. Spanischer Wein der Sorte Albariño überzeugt am Gaumen mit einer hohen Rein- und Klarheit der Aromen, hoher Komplexität und Eleganz. Wegen der Ausgeglichenheit der Säure weist der Wein ein großes Volumen auf und verfügt über einen langen Abgang. Der Albariño wird jung getrunken. Doch auch eine Lagerung von drei bis sechs Jahren bekommt dem Wein sehr gut. Ein Albariño schmeckt sehr gut zu Meeresfrüchten, Fisch, milden Vorspeisen, Antipasti und kalten Fleischgerichten. Spanischer Wein der Sorte Albariño wird gut gekühlt getrunken. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen sechs und zehn Grad. Insgesamt ein Wein von hoher Qualität, der nicht nur für Kenner ein unverwechselbarer Genuss...

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Riesling: Seine Majestät und König
Nov11

Riesling: Seine Majestät und König

Der Riesling zählt zu den wichtigsten und besten weißen Trauben in Deutschland und zum Teil auch in anderen Ländern. International gesehen verfügt dieser Wein über ein sehr hohes Ansehen und genießt bei Weinkennern eine große Wertschätzung. Die erste, belegte schriftliche Erwähnung fand der Riesling im Jahr 1435 auf einer erhalten gebliebenen Rechnung eines Weinkellers aus Rüsselsheim. Der Wein entstand laut neuesten, genetischen Analysen aus einer Kreuzung vom Traminer und einer unbekannten endemischen Traube am Rhein. Später kam noch die Rebsorte Heunisch hinzu. Mit den heute bekannten Ergebnissen. Über die Herkunft am Rhein gibt es in der Fachwelt weitgehend Einigkeit. Während der Zeit des Mittelalters verbreitete sich der Wein dann in fast alle deutschen Anbaugebiete. Wenn auch relativ langsam, da sich die Traube, wegen ihrer späten Reife, nur zögerlich verbreitete. Im Jahr 1778 gab es einen Erlass von Clemens Wenzelaus von Sachsen, der besagt, dass in dem von ihm beherrschten Gebiet nur noch Riesling angebaut werden durfte. Dies war sozusagen die Initialzündung. Die Folge war, dass sich an der Mosel das größte Anbaugebiet dieses Weins etablierte. Im nun folgenden Jahrhundert stiegen die Weinpreise deutlich an. Hinzu kam ein besonderes Qualitätsdenken der Winzer mit der Folge, dass der Riesling mit den großen französischen Rotwein-Marken mithalten konnte. Deutscher Riesling – Ein Wein mit starkem Charakter In seinem Erscheinungsbild kommt dieser Wein in den Farben von einem zartem Gelb, manchmal auch mit grünlichen Einschlägen, bis hin zu einem satten goldenem Gelb daher. Als junger Wein verfügt der Riesling über eine Vielzahl von Fruchtaromen. Geschmacklich erinnert er an Apfel, Passionsfrucht, Zitrone, Limone und Grapefruit. Da der Wein über eine vergleichsweise hohe Säure verfügt, ist eine längere Lagerzeit möglich. Man kann Weine dieser Traube durchaus für fünf bis zehn Jahre in den Keller verbannen, um am Ende mit einem Wein überrascht zu werden, der seinen Charakter von einem fruchtigen Geschmack zu mineralisch und erdig geändert hat. Besonders bei alten Weinen kommt die Eigenschaft der Traube zur Geltung, den Charakter seiner Lage wieder zu spiegeln. Eine weitere, sehr bekannte und begehrte Form des Riesling ist der Eiswein. Dieser Wein erzielt in der Regel hohe Preise und ist sehr begehrt und rar. Die beste Trinktemperatur dieses deutschen Weissweins liegt zwischen acht und zehn Grad. Länger gelagerten Riesling genießt man wegen seiner mineralischen Art am Besten zu Meeresfrüchten, Seefisch und Geflügel jeglicher Art. Jüngerer Wein dieser Traube schmeckt hervorragend zu gedünstetem Fisch, Muscheln oder auch Austern. Fruchtbetonte und halbtrockene Weine passen wiederum sehr gut in die asiatische...

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