Phoenix Rebe: Geschützte Rebsorte für kühle Regionen
Apr28

Phoenix Rebe: Geschützte Rebsorte für kühle Regionen

Wie Phönix aus der Asche – diese Textzeile aus der Mythologie kennt sicherlich jeder. Phönix erstand neu auf und wurde aufgrund dieser Tatsache Namensgeber für eine Rebsorte in Deutschland. Dabei handelt es sich um eine Neuzüchtung, die aus der Kreuzung zweier bekannter und beliebter Rebsorten hervorging und seit 1992 in die Liste für Sortenschutz eingetragen ist. Die Sorte zeichnet sich durch ihren robusten Wuchs und die geringen Ansprüche aus, die an Boden und Pflege gestellt werden. Erfolgreicher Wein aus Deutschland Viele Menschen denken bei der Bezeichnung Phoenix zuerst an Reisen, Amerika und hier insbesondere an Arizona. Doch mit dem Bundesstaat Arizona hat die Rebsorte Phoenix nichts zu tun, auch Amerika könnte bezogen auf diesen Weisswein nicht weiter entfernt sein. Generell lässt sich dieser Wein nicht mit den amerikanischen Weinen vergleichen. Der Weisswein wurde durch das Institut für Rebenzüchtung neu „entwickelt“ – der Geilweilerhof zeichnet somit verantwortlich für diese schmackhafte neue Sorte. Professor Gerhardt Allewelt kreuzte vor vielen Jahren Bacchus und Villard Blanc und zog daraus eine Rebe, die nach dem Vogel der Mythologie benannt wurde. Im Jahr 1992 wurde der Phoenix-Rebe der Sortenschutz zugestanden und seit der Gebietszulassung zwei Jahre später kann diese Sorte überall in Deutschland angebaut werden. Eine allzu weite Verbreitung hat die Rebsorte bisher aber nicht erfahren, obwohl sie einige sehr gute Eigenschaften aufweist, die sie zum Anbau in kühleren Gebieten prädestiniert. Verbreitung in Deutschland In Deutschland gibt es rund vierzig Hektar, auf denen die Phoenix-Rebe wächst. Die Hälfte dieser Anbaufläche befindet sich in Rheinhessen, somit liegt hier das Hauptanbaugebiet. An der Nahe gibt es einen weiteren großen Bestand, der sich über zehn Hektar erstreckt. Die restliche Fläche befindet sich in der Pfalz. Natürlich gibt es die Phoenix-Rebe auch in den übrigen deutschen Weinanbaugebieten, ihr Anteil an der gesamten Anpflanzung ist hier allerdings eher gering. Inzwischen wächst Phoenix auch in der Schweiz und in Großbritannien, in Österreich, Schweden und Dänemark. In den bekannten Weinanbaugebieten in Spanien oder Italien hingegen ist die Rebe nicht zu finden. Wer auf seinen Reisen eine Weinverkostung vornehmen will und diese Sorte probieren möchte, muss sich also in die eher kühleren Gebiete Europas begeben. In den Hausgärten ist die Sorte zwar inzwischen auch zu finden, doch eine wirklich massenhafte Verbreitung konnte sie auch hier nicht erfahren. Sicherlich liegt das zum Teil an dem noch geringen Bekanntheitsgrad im Vergleich zu vielen anderen, längst etablierten Sorten. Die guten Eigenschaften der Rebsorte Phoenix Die Phoenix-Rebe bietet einige sehr gute Eigenschaften, die der Grund dafür sind, dass die Sorte in kurzer Zeit recht beliebt geworden ist. Die Rebsorte ist mittelfrühreif und zeichnet sich durch die besondere Widerstandsfähigkeit gegen Mehltau aus, eine Pilzerkrankung, die bei Winzern sehr...

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Gut essen gehen in Mainz: die besten Restauranttipps in der Mainzer Gastronomie
Apr06

Gut essen gehen in Mainz: die besten Restauranttipps in der Mainzer Gastronomie

Die rheinlandpfälzische Landeshauptstadt Mainz und die es umgebende größte Weinbauregion Deutschlands, Rheinhessen, sind bekannt für ihre Vielzahl an Straußwirtschaften, Gutsschenken und Weinstuben. Die rheinhessische Weingastronomie zählt über 163 Betriebe, in denen zum köstlichen regionalen Wein Hausmannskost, regionale Spezialitäten und exklusive Gourmetspeisen serviert werden. Lange Weintradition in Rheinhessen Bereits vor über 2000 Jahren setzten die Römer die ersten Reben in Rheinhessen. Daraus entwickelte sich die Liebe zum Wein und eine herzliche Tradition. Heute laden die gemütlichen Weinstuben Menschen aus aller Welt zum Einkehren ein. Zusammen mit Rheinhessen ist Mainz seit Juni 2008 Mitglied im Great Wine Capitals Global Network, einem Zusammenschluss der exklusivsten und bekanntesten Weinbaustädte weltweit. Die Region ist vor allem für seine fruchtig spritzigen Weißweine bekannt: 70 Prozent der Rebfläche ist in Rheinhessen mit Weißweinsorten bepflanzt. Zu den Bekanntesten zählen: Riesling, Silvaner und Chardonnay. Auch Huxelrube, Kerner, Müller-Thurgau, Scheurebe und Weißburgunder sind sehr beliebte Sorten. Traditionelle Restaurants in Mainz Das Wilhelmi Zu den ursprünglichsten Weinstuben in Mainz zählt das Wilhelmi, das in ursprünglichem Ambiente zu schmackhaftem Wein und gutbürgerlichem Essen einlädt. Seit dem Jahr 1830 ist das Haus in der Rheinstraße 51 eine Gastwirtschaft. Auf der Getränkekarte finden sich zahlreiche klassische Weinsorten aus dem Rheingau wie Chardonnay, Harxheimer Schlossberg Silvaner Kabinett sowie Schoppenweine aus dem Rheingau. Das Wilhelmi erhielt bereits einige Auszeichnungen, darunter den Goldenen Preis der Bundesprämierung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft für den 1996er Eiswein Grauer Burgunder. Das Heiliggeist Eine weitere Topadresse in Mainz ist das Heiliggeist. Das historische Bauwerk stammt aus dem Jahr 1236 und wurde 1863 erstmals als Gaststätte genutzt. Bis in die 1950er Jahre war das Heiliggeist als beliebtes Tanzlokal bekannt. Heute werden in dem prachtvollen Ambiente unter anderem Weißweine aus Rheinhessen, Italien und Chile sowie exquisite Speisen serviert. Die Hauptspeisenkarte beinhaltet beispielsweise Rotes Thai-Cocoscurry mit verschiedenen Gemüsesorten, grünen Bananen, schwarzem Piemontreis, rotem Camarguereis und Jasminreis für 16,50 Euro Rumpsteak mit geschmorten Zwiebeln, frittierten Strauchtomaten, Chilibutter und Baked-Potatoes für 23,50 Euro. Der Augustinerkeller Wer es lieber rustikaler mag, sollte unbedingt dem Mainzer Augustinerkeller einen Besuch abstatten. Das außergewöhnliche Weinrestaurant in der historischen Altstadt serviert zahlreiche regionale Speisen und Mainzer Spezialitäten wie Handkäse mit „Musik“, Brot und Butter (4,90 Euro) Wurstsalat mit Bratkartoffeln für 8,50 Euro. Schweinshaxe mit Sauerkraut und Bratkartoffeln (11,90 Euro) oder Jägerschnitzel mit Champignon-Rahmsoße, Pommes und Salat (10,50 Euro). Dazu werden klassische Weinsorten wie der Rheinische Landwein, Riesling-Kabinett aus Gau-Odernheim und Rheinhessen Weißburgunder serviert. Sektkellerei in Mainz Mainz ist nicht nur eine Wein-, sondern auch eine Sektstadt. Eines der größten Weinholzfässer steht im historischen Fasskeller der Sektkellerei Kupferberg. Es fasst 100.000 Liter und nimmt zwei Stockwerke ein. Auf sieben Etagen werden in den Gewölben zahlreiche Sektflaschen gelagert. Die ältesten Kelleranlagen auf dem Kupferberg...

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Welche deiner Ansichten hast du grundlegend geändert?
Mrz23

Welche deiner Ansichten hast du grundlegend geändert?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt das Sprichwort. Dies trifft auch auf den Geschmackssinn zu. Allerdings verändert dieser sich im Laufe des Lebens. Kinder haben beispielsweise ein komplett anderes Geschmackserleben als Erwachsene. Mögen Kinder zum Beispiel gern stark gesüßte Speisen und können nicht genug davon bekommen, so reicht einem Erwachsenen oftmals eine einzige Praline oder ein Stück Schokolade. Es gibt auch sehr viele Beispiele wo ein eingefleischter Zigarettenraucher im Alter lieber zur Tabakspfeife oder zu einer guten Zigarre greift. Ähnlich sieht es mit dem Bier und dem Wein aus. Junge Menschen können einem guten Wein in der Regel nicht viel abgewinnen und greifen zum günstigeren Bier. Durch das veränderte Geschmacksempfinden, lernt man im Alter einen wirklich guten Wein zu schätzen und ist auch dazu bereit, etwas mehr Geld auszugeben und dafür einen hohen Genuss zu haben. Was ist eigentlich Geschmack und wie kommt es zu Änderungen im Empfinden? Den Sinneseindruck Geschmack gibt es nicht, beziehungsweise man kann diesen nicht als lokalisiertes Empfinden beschreiben. Geschmack ist vielmehr eine Vielzahl von Sinneseindrücken. Der Geruchssinn spielt hier eine sehr entscheidende Rolle. Aber auch Konsistenz, Schärfe und die Temperatur von Speisen und Getränken sind sehr wichtig. Auch der Anblick von Speisen bestimmt das Geschmackserleben mit, wie schon das Sprichwort: “Das Auge isst mit” besagt. Bestimmte Aromen können vom eigentlichen Geschmackssinn nicht erfasst werden. Doch durch den Rachen gelangen diese in die Nase und werden auf diese Weise “geschmeckt”. Außerdem verfügt der Mensch über ein Geschmacksgedächtnis, dass von vielen Faktoren beeinflusst wird. Unter anderem in welcher Atmosphäre der jeweilige Geschmack erlebt wurde. Bier oder Wein? Wie bereits erwähnt, trinken junge Menschen lieber Bier und ältere gern einen guten Tropfen Wein. Man kann also sagen, die Ansichten haben sich grundlegend geändert. Dies hat unter anderem mit Geschmacksgedächtnis zu tun. Für das Geschmackserleben spielt auch die Atmosphäre eine Rolle, in der das jeweilige Getränk konsumiert wird. Junge Menschen feiern gern und viel. Wird dabei Bier getrunken, wird dieser Geschmack auch in der weiteren Zukunft als positiv empfunden. Ältere Menschen hingegen mögen es lieber ruhig. Wenn in diesen entspannten Phasen Wein getrunken wird, bewertet man den Weingenuss als angenehm. Hinzu kommt noch die entspannende beziehungsweise enthemmende Wirkung des Alkohols an sich hinzu. Der junge Mensch kann ausgelassener feiern und der Ältere genießt Ruhe und Beschaulichkeit, da man sich mit einem guten Wein in der Regel nicht betrinkt und somit die enthemmende Wirkung wegfällt. Neben dem verändertem Geschmacksempfinden im Alter, wird auch das Geschmacksgedächtnis im Laufe des Lebens umkonditioniert beziehungsweise die Ansichten haben sich grundlegend geändert. Wenn Wein, welchen soll man nehmen? Da Wein ein reines Genussmittel ist, wenn mal von den Getränken die in Tetrapacks angeboten werden...

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Weinreise an der Nahe: Weißwein en masse
Jul09

Weinreise an der Nahe: Weißwein en masse

Sie lieben Weißwein, weil er so vielfältig ist? Weil man ihn zu Fisch genauso gut trinken kann wie zu Fleisch oder Pasta? Dann sehen Sie sich unbedingt einmal den Wein der Nahe genauer an, denn dort gibt es auf Grund der vielen verschiedenen Böden eine besonders große und spektakuläre Weißweinauswahl und vielleicht finden Sie ja hier auf Ihrer Weinreise an der Nahe Ihren neuen Favoriten. Große Wein-Vielfalt an der Nahe Im Gegensatz zum Rotwein, der an der Nahe eher selten angebaut wird, sind ganze 75 Prozent der gesamten Anbaufläche im Nahe-Land von weißen Rebsorten besetzt. Riesling und Müller-Thurgau (Rivaner) dominieren hier genauso wie im Weinanbaugebiet an der Mosel. Aber auch Dornfelder, Silvaner, Spätburgunder, Weißer Burgunder, Grauburgunder und Kerner wird man hier finden. Das Beste an der Nahe ist die perfekte Kombination aus wunderschöner Natur, traumhaften Wanderwegen und Radwegen gepaart mit der Vielfalt an tollen Weinen und kulinarischen Spezialitäten. Und so eine Gegend gibt es quasi direkt um die Ecke. Wenn Sie noch nicht dort waren, sollten Sie unbedingt in Ihrem nächsten Urlaub eine Weinreise an die Nahe planen und sich selbst davon überzeugen, wie schön es in Deutschland sein kann. Kulturelle und kulinarische Highlights Kleine Dörfchen und Städte, wie Bad Kreuznach, Bad Sobernheim, Idar-Oberstein und Bad Münster am Stein – Ebernburg tummeln sich entlang der Nahe und laden ein zu Zwiebelkuchen und Federweißer, Spundekäs mit Brezel oder „Handkäs mit Musik“. Dazu ein köstlicher Weißwein von der Nahe in geselliger Runde und Live-Musik im Hintergrund. In den zahlreichen Weingärten und Straußwirtschaften im Nahe-Gebiet werden Sie von den freundlichen Pfälzern mit den Spezialitäten der Region verwöhnt und können Ihren Urlaub in perfekter Umgebung genießen. Eine Empfehlung: Weingut Rapp an der Nahe Im malerischen Bad Münster am Stein befindet sich das Weingut Rapp, das mit eigenen Weinen und regionaler Hausmannskost lockt. An der Nahe sind 14 Hektar Rebfläche in Ebernburg, Altenbamberg und in Bad Kreuznach im Besitz der Familie, wo vorwiegend Riesling-Weine, aber auch Grauburgunder und Weißburgunder sowie Silvaner und Huxelrebe reifen. Diese und viele andere Weißweinsorten können Sie im Weingut Rapp bei einer Weinprobe in gemütlicher Atmosphäre probieren: 2013er Silvaner trocken ‚Der trockene Klassiker‚ feinwürziger, erfrischender Sommerwein 2012er Ebernburger Feuerberg, Grauburgunder Spätlese trocken reifer Burgunder, vollmundig und dicht 2010er Ebernburger, Silvaner halbtrocken feinfruchtig, sehr harmonisch 2012er ‚Alte Reben“ Müller Thurgau Spätlese feinherb mit zarter Frucht und Würze 2012er Kreuznacher Rosenberg, Huxelrebe Spätlese fruchtige Spätlese mit köstlichen Aromen 2011er Altenbamberger Rotenberg, Riesling Auslese große Reife und Brillanz, edelsüß Vom 8.-10. August 2014 finden wieder die alljährlichen “Tage der offenen Weinkeller” in Bad Münster am Stein-Ebernburg statt. Nachdem Sie sich die Stadt und die Umgebung angesehen haben, sollten Sie bei Ihrer Weinreise an...

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Weinreisen an die Mosel: Weißwein auf Platz 1
Jul04

Weinreisen an die Mosel: Weißwein auf Platz 1

Das Moselgebiet in Deutschland erstreckt sich von der deutsch-luxemburgischen Grenze bei Trier bis Koblenz, wo die Mosel im Deutschen Eck in den Rhein mündet. Von 9.096 ha Weinbergsfläche bei Mosel, Saar und Ruwer sind ganze 91 Prozent mit weißen Rebsorten bepflanzt, die Sie bei Ihrer Weinreise unbedingt probieren sollten. Nicht umsonst ist das Mosel-Saar-Ruwer Gebiet mit über 60 Prozent Rieslinganteil die größte Rieslinganbaufläche der Welt. An zweiter Stelle steht der Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, dahinter kommen Elbling, Kerner, Weißer Burgunder, Bacchus, Grauburgunder, Chardonnay und andere kleinere Rebsorten. Empfehlungen für eine Weinprobe an der Mosel Die Rebenhof Rieslingmanufaktur Johannes Schmitz in Ürzig an der Mosel bietet immer mal wieder eine Weinprobe in geselliger Atmosphäre an. Hier wird der Riesling der Mosel mit viel Herzblut angebaut und das macht sich in der Qualität der weißen Trauben bemerkbar. Eine Auswahl der Produkte von der Rieslingmanufaktur finden Sie hier: 2012er Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese 2012er „Vom Roten Schiefer“ Riesling Kabinett 2013er „Vom Grauen Schiefer“ Riesling Kabinett Rebenhof Riesling-Sekt brut nature Cerevisiae (Alter Moselhefen aus dem Eichenfass) In dem dazugehörigen Hotel können sie während Ihrer Weinreise an die Mosel die Ruhe im schönen Städtchen Ürzig genießen. Auch im Weingut Julius Treis, welches vom „Weinguide Deutschland“ empfohlen wird, kann man einen erholsamen Urlaub verbringen. Der junge Winzer bietet unterschiedlichste Weinveranstaltungen an und weiht Sie bei einem Wein-Wander-Seminar in die Geheimnisse seines Weinanbaus ein. In der Weinlage „Reiler vom heißen Stein“ kann man sogar eine Weinpatenschaft für den Weinliebhaber verschenken. Von diesen Weinlagen kommt der Wein aus dem Hause Treis: Mullay-Hofberg: steiler Schieferberg mit dunklem Devonschiefer Reiler Falklay: Hier wird vor allem Rotwein angebaut. Reiler Goldlay: Hier entsteht der sprichwörtliche „Goldene Tropfen“. Reiler Sorentberg: Die Lese des Sorentberg besticht durch seinen vollmundigen Charakter. vom Heißen Stein: Hier entsteht der „Reiler Wein„. Erlebnis Mosel: Weinreise durch die Zeitgeschichte Damit Ihnen auf der Weinreise an die Mosel der Wein nicht zu Kopf steigt, sollten Sie einen Ausflug in die alten römischen Städte im schönen Moselland machen. Die Porta Nigra in Trier ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und zählt ebenso wie das Amphitheater, den Barbarathermen und der Konstantinbasilika zu den Pflichtprogrammen auf Ihrer Weinreise. Sollten Sie in der schönen Stadt Traben-Trarbach Halt machen, können Sie an einer Führung durch die Traben-Trarbacher Unterwelt teilnehmen und sich das unterirdische Labyrinth aus über 100 Weinkellern ansehen. Auch eine Wanderung durch die Steilhänge bietet sich hier hervorragend an, bei der Sie auch die eine oder andere Burg besichtigen können. Mit der Burg Eltz im schönen Elzbachtal erreichen Sie eine malerische Ritterburg, in der sich noch einige Schätze und Rüstungen befinden. Von hier aus bieten sich einige wunderbare Wanderwege an, die in...

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Deutscher Wein: der Qualität verpflichtet
Jan20

Deutscher Wein: der Qualität verpflichtet

Die Geschichte des deutschen Weins reicht bis auf die Zeit der Kelten zurück, welche in den heutigen deutschen Grenzen in der Zeit vom 6. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. ansässig waren. Vermutlich waren sie die ersten, die den, bereits seit der Steinzeit in diesem Gebiet vorhanden Wein, zu einem Getränk verarbeiteten. Allerdings liegt es im Dunklen der Geschichte, ob diese bereits Weinanbau im Sinne von Kultivierung und Veredelung betrieben. Bei den Reben handelte es sich meist um wild wachsende Arten, die überwiegend Wein von minderer Qualität hervorbrachten. Dies kann man auch daraus schließen, dass die späteren römischen Besatzer, nachdem sie die nun dort ansässigen Gallier unter ihre Herrschaft gebracht hatten, noch über lange Zeit Wein aus südlicheren Gebieten Europas importierten. Zum Schutz dieses Weinhandels erließ Kaiser Domitian im Jahr 92 n. Chr. einen Erlass, der den Weinhandel in diesen Gebieten einschränkte. Erst knapp 200 Jahre später (278 n. Chr.) wurde durch den römischen Kaiser Probus dieser Erlass wieder außer Kraft gesetzt und der Anbau und Handel mit Wein war wieder für Jedermann möglich. Aus diesem Grund gilt Probus, fälschlicherweise als Derjenige, der den Weinbau in den heute bekannten Weinbaugebieten einführte. Festzustellen ist jedoch, dass der Weinanbau in der Zeit nach dem 3. Jahrhundert deutlich zugenommen hat. Dies wurde auch durch Ausgrabungen, bei denen römische Kelteranlagen gefunden wurden, inzwischen bestätigt. Weinanbau in Deutschland – Trotz widriger Bedingungen ein Erfolg Eigentlich ist Deutschland, wegen seiner relativ nördlichen Lage, kein Weinbaugebiet im herkömmlichen Sinne. Trotzdem gelingt es den Winzern seit langer Zeit, qualitativ hochwertigen deutschen Rotwein und Weisswein herzustellen. Warum? Bereits in sehr früher Zeit bemerkten die Bewohner der heutigen deutschen Weinbaugebiete, dass der Schnee auf den steilen Hängen mit Süd- oder Westlage nach dem Winter viel schneller abtaute. Dies liegt zum einen daran, dass die Sonneneinstrahlung an diesen Hängen sehr intensiv ist und zum anderen daran, dass die kalte Luft ins Tal, beziehungsweise in Richtung der dort fließenden Flüsse, absinkt. Entsprechend dieser geographischen Gegebenheiten entwickelten sich im Laufe der Zeit die uns heute bekannten Weinbaugebiete, aus denen nach wie vor deutsche Spitzenweine hervorgehen. Wo findet man die besten Weinbaugebiete in Deutschland? Die erfolgreichsten Lagen für Qualitätswein aus Deutschland befinden sich im Südwesten der Bundesrepublik. Zusätzlich gibt es noch kleinere Gebiete in Mitteldeutschland. Insgesamt ist in Deutschland eine Fläche von etwa 100.000 Hektar mit Wein bestockt. Anbauregion Rebfläche (Hektar) (Die größten Weinbauflächen in Deutschland) Rheinhessen ca. 26.500 Pfalz ca. 23.500 Baden ca. 16.000 Württemberg ca. 12.000 Mosel ca. 9.000 Franken ca. 6.000 Nahe ca. 4.000 Rheingau ca. 3.000 Hier die Übersicht der bekanntesten Weinbaugebiete für Qualitätsweine und den jeweiligen Merkmalen der einzelnen Regionen. Rheinhessen Das Weinbaugebiet Rheinhessen hat eine sehr lange...

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